Keramische Projektwoche der Fachschule Keramik

Interessante Fachthemen wurden in der Keramischen Projektwoche 2012 erarbeitet

Projektwoche-2012 01Die Fachschule Keramik in Höhr-Grenzhausen veranstaltete ein interessantes Programm in ihrer keramischen Projektwoche. Einmal im Jahr lädt die Fachschule Keramiker und ambitionierte Amateure zu Workshops und Vorträgen ein, die sich mit Themen außerhalb der üblichen Keramikausbildung befassen, die zu neuen Sichtweisen und Ideen verhelfen sollen. Viele Teilnehmer machten von dem Angebot Gebrauch.

Vielfältige Workshops und Vorträge

Kann ich eigentlich von Keramik leben? Dies war die spannende Frage, die gerade junge Keramiker und Künstler interessierte. Anna Sykora, Keramikgestalterin, berichtete in ihrem Vortrag von Ihrer 20jährigen Arbeit als Keramikerin im Spannungsfeld zwischen Authentizität und Anpassung. Ebenso konnte Petra Bittl als Gastdozentin in ihrem Workshop viele Teilnehmer begeistern. Mit Porzellan- und Tonmassen wurden interessante und lebendige Oberflächen geschaffen und grafisch, malerisch Neues auf Keramik ausprobiert. Johannes Peters machte als weiterer Gastdozent seine Teilnehmer mit Techniken und Methoden vertraut, um den eigenen Weg der Interpretation von künstlerisch, handwerklicher Keramik zu finden. Ein weiteres Highlight was das Abendprogramm „Kino im Kannenofen“ in der Werkstatt Charlotte und Sigerd Böhmer. Verbunden mit einer Besichtigung des alten Kannenofens wurde ein Dokumentarfilm des Kannenofenbrandes im Jahr 2008 gezeigt.

Die Workshops der Fachlehrer der Fachschule Keramik sind schon Tradition und waren wie jedes Jahr sehr begehrt: Die klassische Herstellung von Gips- und Gummistempel für die keramische Ornamentik von Rita de Nigris, Bronzeguss im Wachsausschmelzverfahren von Bernd Olleck, Manuelle Drucktechniken als Tiefdruck mit Christoph Hasenberg, Drehen auf der Scheibe – mit Joachim Rech, gedrehte und freigeformte Gefäße aus Porzellan mit Barbara Kaas, Terra Sigillata herstellen und anwenden mit Arno Hastenteufel und Johann Wolber, Tipps und Tricks in der Metallbearbeitung und des Schweißens mit Rolf Giesen sowie keramische Kalkulation in Excel mit Klaus Lehnhäuser und Peter Sanner waren von vielen Teilnehmern besuchte Workshops.

Fachexkursionen zu heimischen Unternehmen

Auch der keramisch, technische Bereich kam nicht zu kurz. Die Aufbereitung und Fertigung keramischer Rohstoffe und Massen waren Themen in den Exkursionen zur Firma Goerg & Schneider GmbH u. Co. KG in Siershahn und Firma Arno Witgert in Herschbach sowie der Feuerfestbereich der Firma Steuler- KCH GmbH in Höhr-Grenzhausen. Zum Thema Geologie wurde der Vulkanpark Mendig besichtigt und der historische Tonbergbau konnte im Tonbergbaumuseum in Siershahn den Teilnehmern gezeigt werden.

Über Nachfrage erfreut

Alle Angebote standen den Schülern der Fachschule, den Studierenden des BFZK (Bildungs-  und Forschungszentrum Keramik), interessierten Keramikern und ambitionierten Amateuren offen. Schulleiter Klaus Lehnhäuser war sehr erfreut über die große Nachfrage, die guten Ergebnisse und die sehr positiven Rückmeldungen der Teilnehmer der Projektwoche der Fachschule.
Lehnhäuser dankte den bei den Exkursionen besuchten Firmen für ihre Bereitschaft den Teilnehmern die Keramik näher zu bringen sowie für das Materialsponsoring durch die Firmen Goerg & Schneider, Sibelco und Witgert.

Interessenten für die Projektwoche 2013, für eine Ausbildung zum Staatlich geprüften Keramikgestalter oder Staatlich geprüften Keramiktechniker können sich an die Schulleitung wenden: Staatliche Fachschulen für Keramikgestaltung und Keramiktechnik, Am Scheidberg 6, 56203 Höhr- Grenzhausen, Telefon 02624/9407-0

Hintergrund:

Die Staatliche Fachschule Keramik in Höhr-Grenzhausen bietet hervorragende Weiterbildungsmöglichkeiten zum Staatlich geprüften Keramikgestalter und Staatlich geprüften Keramiktechniker. Labore und Ateliers bieten einen in der keramischen Ausbildung unvergleichlich hohen Standard mit einer exzellenten Ausstattung. In Verbindung mit qualifizierten Lehrkräften aus Industrie, Kunst, Design und Handwerk werden praxisnahe, an allen keramischen Prozessen orientierte Ausbildungsoptionen ermöglicht.

Fortbildung möglich

Große Teile der HwK- Meisterprüfung in der Keramik sind schon in der Gestalterausbildung integriert. Die dreijährige Gestalterausbildung ist in einzelne, aufeinanderfolgende Module gegliedert. Die Teilnahme in Vollzeit sowie in Teilzeitform und somit eine berufsbegleitende Weiterbildung ist möglich. Verschiedene Module der Gestalterausbildung können auch einzeln zur beruflichen Fortbildung belegt werden.

Weitere Infos unter: www.fs-keramik.de oder www.bfzk.de

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